
Warum wir explosionsgeschütztes Quarzglas in Badezimmerheizungen verwenden
Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, was passiert, wenn ein kalter Wassertropfen auf einen glühend heißen Heizelement trifft? Das ist der Beginn einer Katastrophe. In einem feuchten Badezimmer kann dieser plötzliche Temperatursturz – was die Ingenieure als „Thermoschock“ bezeichnen – dazu führen, dass normales Quarzglas einfach zerbricht. Niemand möchte schließlich, dass beim Duschen Glasscherben vom Deckenfresko herabfallen.
Deshalb verwenden wir explosionsgeschützte Quarztuben.
So funktioniert es eigentlich
Normales Quarzglas ist zwar ziemlich robust, doch es hat eine Bruchgrenze. Wenn ein Wassertropfen auf ein glühend heißen Heizelement trifft, zieht sich das Glas an dieser Stelle viel zu schnell zusammen – dadurch entstehen Risse. Unsere Tuben haben eine verstärkte Außenschicht oder eine spezielle Polymerbeschichtung. Das ist wie ein Sicherheitsnetz: Selbst wenn das Glas doch bricht, hält die Beschichtung alles zusammen und verhindert, dass Fragmente herunterfallen.
Wir entwickeln diese Tuben so, dass sie den ständigen Wechsel zwischen Erwärmung und Abkühlung aushalten können. Dadurch wird verhindert, dass die Heizung bereits bei erhöhter Luftfeuchtigkeit versagt.
Details zu Wärme und Energieverbrauch
Diese Lampen nutzen Kurzwellen-Infrarotstrahlung. Der Vorteil davon ist, dass die Wärme direkt durch den Dampf dringt. Es wird keine Energie verschwendet, um erst die Luft zu erwärmen – die Wärme trifft direkt auf den Körper. Im Inneren schützt das Quarzglas den Wolframdraht vor der Luft, sodass er nicht vorzeitig abbrennt.
Aber Achtung: Überprüfen Sie Ihre Verkabelung. Solche Deckenanlagen benötigen viel Energie. Wenn Ihre Sicherungen zu klein sind oder Ihre Kabel zu dünn sind, kommt es zu Spannungsabfällen. Das verkürzt die Lebensdauer der Lampe erheblich.
Die Kompromisse
Nichts ist perfekt. Diese verstärkten Tuben sind etwas schwerer als die billigen, einfachen Varianten. Deshalb können sie nicht einfach in Gipsputz geschraubt werden – sie müssen direkt in die Deckenbalken geschraubt werden. Zudem blockiert die Schutzbeschichtung einen kleinen Teil des Infrarotlichts. Dadurch geht ein kleiner Prozentsatz der Wärmeenergie verloren.
Aber ehrlich gesagt: Das ist ein Kompromiss, den ich jederzeit in Kauf nehme. Ich würde lieber eine Heizung haben, die zu 95 Prozent so heiß ist, aber zu 100 Prozent sicher ist, anstatt eine „superheiße“ Heizung, die gerade in dem Moment versagt, an dem man sein Haar wäscht.