
Warum wir aufgehört haben, „einsatzbare“ Außenheizgeräte herzustellen
Seien wir ehrlich: Außenheizgeräte müssen extremen Bedingungen standhalten – Regen, Wind sowie starke Temperaturschwankungen zwischen eisigen Nächten und glühenden Tagen. Irgendwann geben die Heizelemente einfach auf. Das passiert einfach.
Aber das Problem ist folgendes: Bei einem Gerät mit IP55-Schutz soll Wasser einfach nicht hineinkommen. Das bedeutet in der Regel, dass das Gerät gut abgedichtet ist. Wenn etwas kaputtgeht, steckt man in einer Zwickmühle: Man muss die Abdichtung durchbrechen, um das Teil zu reparieren – doch dadurch gelangt wahrscheinlich Feuchtigkeit ins Innere des Geräts.
Der Albtraum der „günstigen“ Heizgeräte
Die meisten billigen Heizgeräte bestehen aus einem einzigen, festen Metallblock zusammen mit Drähten. Wenn nach ein paar Jahren ein Heizelement ausfällt, bleibt nur noch ein riesiger Haufen Schrott übrig. Entweder wirft man das ganze Gerät weg oder man verbringt Stunden damit, mit rostigen Schrauben und Drähten zu kämpfen.
Das ist frustrierend. Deshalb haben wir beschlossen, die Konstruktion dieser Geräte zu ändern.
Einfach herausnehmen und einsetzen
Wir haben jetzt eine modulare Konstruktion verwendet. Anstatt komplizierter Umrüstungen können die Heizmodule einfach ausgetauscht werden. Wenn ein Heizelement ausfällt, nimmt man einfach das alte heraus und setzt ein neues ein. Das dauert nur Minuten. Kein Fluchen, keine Lötarbeiten, kein Chaos.
Und weil wir weiterhin einen IP55-Schutz benötigen, haben wir Dichtungselemente verwendet. Das sind kleine, intelligente Lösungen, die sich automatisch wieder zusammendrücken, sobald das Modul wieder eingesetzt wird. Man muss sich keine Sorgen um schmutzige Dichtmittel machen oder darauf hoffen, dass die Lücken richtig abgedichtet sind, damit kein Regen in die Elektronik gelangt.
Die realistischen Kompromisse
Nichts ist perfekt. Der Einsatz von Steckverbindungen anstelle von Lötungen führt zu einem kleinen elektrischen Widerstand. In Hochleistungsanlagen kann das dazu führen, dass an den Verbindungspunkten zusätzliche Wärme entsteht.
Wir haben das berücksichtigt. Wir haben größere Kontaktpins sowie keramische Terminals verwendet. Dadurch bleibt alles kühl und es entstehen keine Probleme durch Funkenbildung oder Alterung über die Zeit. Es funktioniert einfach.
Was das für Sie bedeutet
Wenn Sie als Facility Manager zwanzig oder dreißig solcher Geräte betreuen müssen, ist das eine große Erleichterung. Sie müssen die kaputten Geräte nicht mehr zurück in die Werkstatt bringen oder fünf Ersatzgeräte im Lager aufbewahren. Man benötigt nur ein paar Ersatzmodule. Man geht einfach auf die Terrasse, tauscht das kaputte Heizelement aus – und das war’s.
So wird aus einer großen Reparaturaufgabe eine einfache, routinemäßige Aufgabe.