
Wie man verhindert, dass die Infrarotheizungen im Badezimmer zu einer Gefahr werden
Die Verwendung von Infrarotheizungen im Badezimmer ist im Grunde genommen gleichbedeutend damit, einen Kampf mit Dampf und Feuchtigkeit heraufzubeschwören. Wenn die Isolierung auch nur etwas nachlässt, können Kurzschlüsse oder Erdschlussprobleme entstehen. Das ist sicherlich keine gute Art, den Morgen zu beginnen.
Um alles sicher zu halten, konzentrieren wir uns auf drei wichtige Aspekte.
Erstens müssen wir verhindern, dass Wasser eindringt.
Herkömmliche Lampen sind dafür einfach nicht geeignet. Wir verwenden Quarztuben mit speziellen Endkappen, die verhindern, dass Wasserdampf in die Elektroden gelangt. Es sollte sich um Gehäuse handeln, die mindestens eine IPX4-Schutzklassifikation haben – das bedeutet, sie können Spritzer aushalten, ohne dass die Elektrik beschädigt wird. Auch die Anschlussstellen werden mit Silikon abgedeckt, damit Feuchtigkeit nicht durch Kapillarkräfte in die Steckdosen eindringen kann.
Zweitens gibt es noch das Problem des Leckstroms.
In einem feuchten Raum ist das der eigentliche Feind. Wir stellen sicher, dass das Gehäuse über einen eigenen Erdboden verfügt und dass jedes Metallteil des Rahmens mit dem Erdboden verbunden ist. Außerdem verwenden wir doppelt isolierte Kabel (Klasse II). So kann es passieren, dass die Primärisolierung im Laufe der Zeit beschädigt wird – doch dann wird man selbst nicht zum Weg für den Strom zum Erdboden. Um sicherzugehen, prüfen wir diese Geräte bei 500 V DC. Wir möchten, dass der Leckstrom deutlich unter 0,75 mA liegt.
Der schwierige Punkt ist das Gleichgewicht zwischen Wärmeabgabe und Abdichtung.
Es klingt einfach – man muss alles fest verschließen, richtig? Falsch. Wenn man das Gehäuse zu fest verschließt, um Dampf draußen zu halten, wird es im Inneren zu heiß. Die Komponenten überhitzen und gehen kaputt. Es geht darum, ein Gleichgewicht zu finden – man braucht eine Schutzklasse, die Wasser fernhält, aber gleichzeitig eine Ventilationsstrategie, die es der Wärme ermöglicht, abzuziehen, ohne dass Dampf auf den Elektrokontakten bleibt. Feuchtigkeitsresistente Dichtungen, die mit der Hitze mitwachsen und schrumpfen können, helfen dabei.
Und bitte: Verbinden Sie das Gerät unbedingt mit einem GFCI-Schalter. Egal wie gut die Isolierung ist – der GFCI ist die letzte Sicherheitsmaßnahme. Er ist das „Rettungsnetz“, das tatsächlich Leben rettet.